Weiter Unicorn 2 >>>

 





Die Menschenverachtung ist für den nachdenklichen Geist...
nur die erste Stufe zur Menschenliebe.

"Morgenstern"






Die Dichtung schafft einen magischen Raum,
in dem das sonst Unvereinbare vereinbar,
das sonst unmögliche wirklich wird.

Hermann Hesse

 

"Das Einhorn"


Zur Zeit gibt es 88 uns bekannte Sternenkonstellationen und es werden zunehmend mehr. Eines dieser Sternenbilder ist das Monoceros, das selten sichtbare Einhorn. Die Konstellation wird gewöhnlich mit dem Einhorn in Verbindung gebracht, aber Monoceros selbst ist noch recht neu.

Das Einhorn schmückt  sich mit den zwei massivsten Sternen, die bisher entdeckt wurden. Beide sind bekannt - unter " Plaskett's" Stern . Die Konstellation erschien erstmalig  im Jahr 1613 auf einer Himmelskarte, der holländische Theologen Petrus Planaus entwarf ihn. Ein deutschter Mathematiker, Jakob Bartsch, führte die Konstellation endgültig mit seinen Sternenkarten 1624 unter dem Namen 'Unicornu' ein.





Das Einhorn findet man auf dem Himmelsäquator 
zwischen den Sternenbildern Orion und Hydra.




"Das Einhorn"


Das europäische Einhorn hat wie vieles andere aus der abendländischen Sagenwelt seinen Ursprung mitunter in der griechischen Mythologie. Zeus entfernte Amalthea, der Ziege, die ihn gesäugt hatte (aus Dankbarkeit wurde sie von Zeus als Stern Cappella (lat. Ziege) an den Himmel versetzt), ein Horn, welches magische Kraft besaß und später als Füllhorn bekannt wurde, und sich auf tausenden von barocken und klassischen Bildern und Ornamenten wiederfindet. Selbst Dagobert Duck sucht in einer Comic-Episode danach, auch wenn es dann nicht unendlich viele Früchte "ausspuckt" sondern Goldthaler.

Das ist eine mythologische Seite der Entstehung des Einhorns. Da jedoch seine Figur der Menschheit seit Jahrtausenden bekannt ist, läßt sich auch eine andere These nicht von der Hand weisen. Kaum jemand bestreitet heutzutage noch die Tatsache, daß die ersten homo sapiens keineswegs seßhaft waren, sondern sich vielmehr als "Jäger und Sammler" bezeichnen konnten, die den Herden hinterherzogen. Zu dieser Zeit war die Zähmung von wilden Rindern ein unvorstellbar bedeutender Schritt, hatte man doch danach die "Fleischreserven" in seiner unmittelbaren Umgebung. So ist es nicht verwunderlich, daß sich damals in vielen der frühen Hochkulturen wie Ägypten, Babylon, Burma Rinderkulte gebildet hatten.




Das goldene Kalb in der Bibel (Exodus) hat wohl einen ähnlichen Ursprung. Aber auch im Buch Hiob lassen sich dort Verse aus der Zeit finden, wo das Hausrind eher eine Seltenheit war.: "Meinest du, das [Re-em] werde dir dienen und werde bleiben an deiner Krippe? Kannst du ihm dein Joch anknüpfen, die Furchen machen, daß es hinter dir brache die Gründen? Magst du dich darauf verlassen, da es so stark ist, und wirst es dir arbeiten lassen?"


In den frühen Bibelübersetzungen wurde aus dem Re-em monoceros oder unicornis, später dann Einhorn. Jedoch bereits wenige Jahrhundert später als die Zähmung mehr oder weniger abgeschlossen war, galt das Rind nur noch als gewöhnliches Tier, als ein Besitz. Folglich konnte für die Menschen damals das Re-em, bzw. das Rimu der Babylonier, das u.a. auf dem Ishtar Tor von Babylon verewigt wurde, keine gewöhnliche Kuh sein. Der orientalische Kultstatus dieser Wesen blieb jedoch, was die Griechen und Römer zu der Annahme veranlaßte, daß es irgendwo in Asien noch ein übermächtiges, mit fabelhaften Kräften ausgestattes Geschöpf geben müsse (und aus Re-em wurde in der Bibel monoceros).

Dazu kam der Malstil der alten Kulturen. Wenn man zum Beispiel die Wandgemälde der alten Ägypter betrachtet, fällt die etwas seltsame 3-dimensionale Darstellung vor allem der Köpfe auf. Bei den Tieren war es nich anders, wie man auf diesem Beispiel an den Antilopen oder Ziegsn sieht. Genauso wie bei den Korinthern und Babyloniern wurden gehörnte Tiere oft "Horn-auf-Horn" dargestellt. Besonders als dieser Darstellungstil verschwunden war, sah werauchimmer die Abbilder betrachtete nur ein Horn. Für die, die damals das Re-em, oder Rimu, suchten, war es das: das Einhorn. So ist es auch nicht verwunderlich, daß das "erste europäische" Einhorn starke Ähnlichkeit mit einer Ziege hatte, und erst wesentlich später auf Pferdegröße und Pferdestatur wuchs.

Mitunter den ersten Bericht über die Existenz eines Einhorns liest nahezu jeder Lateinschüler in der Schule. Der römische Heerführer und spätere Imperator des römischen Reiches Gaius Julius Cäsar erwähnte beiläufig im "Bellum Gallicum" (dt.: "Der Gallische Krieg") um 50 v. Chr: "Es sieht aus wie ein Hirsch, auf dessen Stirn in der Mitte zwischen den Ohren ein einziges Horn wächst, länger und gerader als alle Hörner die wir kennen..."
 


Die magische Kraft des Horns hat sich weit ins Mittelalter gehalten. So sollte ein Pulver davon jegliches Gift neutralisieren, oder das Horn selbst sollte bluten, wenn Vergiftetes in seine Nähe kam. Folglich war es in der Hochzeit von Intrigen und Meuchelmördern von Adeligen und Herrschern im höchsten Grade begehrt, so daß im 15. Jahrhundert 40.000 Goldstücke für ein Horn geboten wurden. (Was tatsächlich als Horn angeboten wurde, war oft das Horn des Narwals (lat.: monodom monoceros, s. Abbildung), auch "Einhorn der Meere" genannt. Bei dieser Walart hat sich der obere Schneidezahn so weit verlängert, daß er heutzutage wie ein Horn an der Schnauze (?) des Tieres zu sehen ist. Narwalhörner können bis zu 3 m lang werden) Die Heilkraft, die seinem Horn nachgesagt wurde ließ es zum Zeichen der Medizin werden. Auch heute noch findet man einige Einhornapotheken aus genau diesem Grund.

Tatsächlich war für die Menschen im Mittelalter die Existenz des Einhorns so sicher wie die Schöpfungsgeschichte in der Bibel. Jeder glaubte daran. So wurden auch Fragen laut, wo dieses geheimnisvolle Wesen war, als Noah die Tiere auf seine Arche holte, war es doch in der Bibel nicht namentlich erwähnt. Nun, auf manch alten Bildern von der Arche Noah wurde das Einhorn dennoch abgebildet, aber Stimmen behaupteten, daß das Einhorn, das als Beschützer des Baum des Lebens war, diesen auch während der Sintflut nicht verlassen konnte. Das Einhorn stand für viele Dinge. Oft Tugenden wie Ehrlichkeit und Reinheit...


im christlichen Sinne später dann Jungfräulichkeit als Symbol für die heilige Maria. Demzufolge konnte das Einhorn nur mit Hilfe einer Jungfrau gebändigt werden, bevor man er tötete um an sein wertvolles Horn zu kommen. Es sei so stolz gewesen, dass niemand es schaffte diese Kreatur lebend gefangen zu halten, es sei denn auf einem der unzähligen Wandteppichen. Aber auch schon vor dem Christentum war es Göttersymbol. Als Zeichen des Mondes gehörte es ebenfalls zu der griechischen Artemis, (jungfräuliche) Göttin des Mondes und der Jagd, die spätere, römische Diana. Das Gegenstück zum Einhorn war der Löwe und das nicht nur als Wappenträger. Sie beide galten als Herrscher des Tierreichs, und es soll Zeiten gegeben haben, während denen die Kampfgeräusche der beiden aus den Wäldern schallten. WIE der Löwe nach Europa kam um dort in den hiesigen Wäldern gehört zu werden, ist wohl ein weiteres Mysterium. Später symbolisierte das Einhorn den Frühling und er Löwe den Sommer und der Ausgang zwischen ihren Kämpfen soll die Jahreszeiten beeinflußt haben.

 

 

 

 

 

 
Weiter Seite2 >>> Weiter 3 >>>


 

Das letzte Einhorn
DVD

Das letzte Einhorn

Traumhaftes VHS Video
 

Das letzte Einhorn

The Last Unicorn 
(Das letze Einhorn)
America
Musik zum Film

Last Unicorn

Traumhafte Audio CD:
 




   

 

 

 





Weiter Seite2 >>> Weiter 3 >>>

 

 

 


 


Machen Sie den KFZ Tarifvergleich online.